Schönwohld nicht in Deponie-Auswahl

Der Umwelt- und Energiewendeminister Albrecht hat nach nunmehr drei Jahren ein Ergebnis hinsichtlich der Deponien vorgelegt, die für die Aufnahme der gering radioaktiven Abfälle (freigemessenen Abfälle) aus Sicht des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein (MELUND) als geeignet angesehen werden.

Die Entscheidung, dass die Deponie Schönwohld aufgrund begrenzter Kapazitäten seitens des MELUND als „nicht geeignet“ definiert wird, entlastet uns.  Gleichzeitig wurden seitens des MELUND vier Deponien in Schleswig-Holstein als „für die Aufnahme geeignet“ eingestuft.

Aus unserer Sicht haben wir mit Euch allen gegen die Einlagerung dieser Abfälle auf der Schönwohlder Deponie gekämpft und werden es auch weiter tun. Dieser Kampf, die Zeit, das Engagement, Aktionen, Transparente, Interviews etc., haben sich ausgezahlt. Die Gemeinschaft, die die Schönwohlder als geschlossene Bürgerbewegung vor unserem Gasthof „Griesenbötel“ auf dem bekannten Bild darstellt, hat unseren Willen gegen eine entsprechende Einlagerung von radioaktiven Abfällen sehr deutlich symbolisiert.

Wir alle können stolz auf unsere Gemeinschaft; unseren Willen, unseren Zusammenhalt sein.

Gleichwohl werden wir als BI unsere Unterstützung der nunmehr betroffenen Gemeinden und deren Bürgerinitiativen aufrechterhalten, sofern dies von dort gewünscht wird.

Das Konzept des Ministers, radioaktiven Abfall aus dem Atomrecht durch eine „Freimessung“ zu entlassen, betrifft alle Bürgerinnen und Bürger, ganz gleich, ob sie an einer Deponie wohnen oder nicht. Hierzu werden wir weiter informieren. Bis dahin danken wir Euch allen, die Ihr mit uns diesen Weg bislang gegangen seid.

Pressmitteilung der SH-Bürgerinitiativen zur Pressekonferenz des MELUND

Zu der Entsorgung gering radioaktiver Abfälle aus dem Rückbau der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke haben Dr. Habeck und das MELUND heute eine Pressekonferenz veranstaltet.

Hierzu die entsprechende Pressemitteilung des Bündnisses der schleswig-holsteinischen Bürgerinitiativen.

Pressemitteilung BI-Bündnis

Besuch beim Geheimtreffen von Minister Robert Habeck

Es waren am Donnerstag, den 02.02.2017 am Ende 50 Leute, die sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, vor dem Gästehaus der Landesregierung versammelt haben, um gegen den Ausschluss der Öffentlichkeit bei den Arbeitsgruppentreffen zur Entsorgung der beim Rückbau der AKW’s in Schleswig-Holstein anfallenden schwachradioaktiven Abfällen zu demonstrieren.
Minister Habeck hat ca. 10 Minuten lang gegenüber den Kundgebungsteilnehmern seine bekannte Position vorgestellt und unmissverständlich klar gemacht, dass er keine Beteiligung der betroffenen Bürger und Gemeinden zulassen wird und auch Berichte über die Diskussionen und Ergebnisse nur über das Ministerium an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Ole Eggers, Landesgeschäftsführer des BUND erklärte vor den Versammelten, dass er auf der Sitzung noch einmal für einen offenen Dialog werben wolle.
Unter den TeilnehmerInnen der Kundgebung waren auf jeden Fall Bürgerinnen und Bürger aus Schönwohld, Achterwehr, Melsdorf, Kiel, Westensee, Harrislee, Vertreter des Landesvorstandes der „Freien Wähler“ und der Spitzenkandidat der SH-Linken.