Schönwohld nicht in Deponie-Auswahl

Der Umwelt- und Energiewendeminister Albrecht hat nach nunmehr drei Jahren ein Ergebnis hinsichtlich der Deponien vorgelegt, die für die Aufnahme der gering radioaktiven Abfälle (freigemessenen Abfälle) aus Sicht des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein (MELUND) als geeignet angesehen werden.

Die Entscheidung, dass die Deponie Schönwohld aufgrund begrenzter Kapazitäten seitens des MELUND als „nicht geeignet“ definiert wird, entlastet uns.  Gleichzeitig wurden seitens des MELUND vier Deponien in Schleswig-Holstein als „für die Aufnahme geeignet“ eingestuft.

Aus unserer Sicht haben wir mit Euch allen gegen die Einlagerung dieser Abfälle auf der Schönwohlder Deponie gekämpft und werden es auch weiter tun. Dieser Kampf, die Zeit, das Engagement, Aktionen, Transparente, Interviews etc., haben sich ausgezahlt. Die Gemeinschaft, die die Schönwohlder als geschlossene Bürgerbewegung vor unserem Gasthof „Griesenbötel“ auf dem bekannten Bild darstellt, hat unseren Willen gegen eine entsprechende Einlagerung von radioaktiven Abfällen sehr deutlich symbolisiert.

Wir alle können stolz auf unsere Gemeinschaft; unseren Willen, unseren Zusammenhalt sein.

Gleichwohl werden wir als BI unsere Unterstützung der nunmehr betroffenen Gemeinden und deren Bürgerinitiativen aufrechterhalten, sofern dies von dort gewünscht wird.

Das Konzept des Ministers, radioaktiven Abfall aus dem Atomrecht durch eine „Freimessung“ zu entlassen, betrifft alle Bürgerinnen und Bürger, ganz gleich, ob sie an einer Deponie wohnen oder nicht. Hierzu werden wir weiter informieren. Bis dahin danken wir Euch allen, die Ihr mit uns diesen Weg bislang gegangen seid.

Pressmitteilung der SH-Bürgerinitiativen zur Pressekonferenz des MELUND

Zu der Entsorgung gering radioaktiver Abfälle aus dem Rückbau der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke haben Dr. Habeck und das MELUND heute eine Pressekonferenz veranstaltet.

Hierzu die entsprechende Pressemitteilung des Bündnisses der schleswig-holsteinischen Bürgerinitiativen.

Pressemitteilung BI-Bündnis